Prof. Dr. Nikolaus Müller

- der große Sohn der Gemeinde

Nikolaus Müller, gerufen "Nikla", wurde am 8.2.1857 als erstes Kind der Landwirtsleute Andreas Müller und Elisabeth in Großniedesheim geboren.

Nach dem Besuch der Volksschule in Grossniedesheim, sowie dem Pro-Gymnasium in Frankenthal beendete er seine Gymnasialzeit mit dem Abitur am Herzog-Wolfgang-Gymnasium in Zweibrücken. Seine theologische Ausbildung erwarb er sich in Erlangen. Nach Abschluß seines Studiums wirkte er als Privatdozent in Erlangen. Im Alter von 32 Jahren folgte er dem Ruf der Universität Berlin, wo er bis zu seinem frühen Tod, im Alter von 55 Jahren wirkte.

Bei seinen Studien fesselte Nikolaus Müller besonders die Person des Reformators Melanchton. Er besuchte öfters dessen Heimatstadt Bretten. Da er schon viele Schriften Melanchtons gesammelt hatt, auch die Martin Luthers, erwachte in ihm der Wunsch, die Sammlung der Stadt Bretten zu vermachen. Da es in Bretten kein geignetes Gebäude gab, ließ er auf eigene Kosten das Melanchthon-Museum in neugotischem Stil erbauen. Nikolaus Müller war auch sehr kunstverständig und hatte außer einer umfangreichen Bibliothek auch eine beachtliche Gemäldesammlung. Ein Bild, "Luther und seine Frau" von Lucas Cranach gemalt, war unter den sehr wertvollen Gaben, die er dem Museum hinterließ.

In Großniedesheim in der Kleinniedesheimer Straße 7 steht heute noch das Geburtshauses Nikolaus Müller. Sein Großneffe betreibt hier heute noch einen Landwirtschaftlichen Betrieb.

Zur Erinnerung wurde am Geburtshaus vom Prof. Dr. Nikolaus Müller vom Melanchton-Museum Bretten vor einigen Jahren eine Gedenktafel angebracht.

Im November 2012 fand auf dem Friedhof Großniedesheim eine Gedenkfeier zum 100. Todestag von Prof. Dr. Nikolaus Müller statt, ausgerichtet vom Melanchthonverein Bretten, der Familie Müller und der Ortsgemeinde. Eine schöne, würdige Feier!

Portrait Prof. Dr. Nikolaus Müller